Schon über 9 Jahre zieht mich die Psychologie in ihren Bann und seit Mai 2023 habe ich den Weg der Selbstständigkeit gewählt: Ich begleite täglich Menschen in unterschiedlichem Miteinander: Paare, Familien, Kinder, Jugendliche – ebenso Einzelpersonen, zum Beispiel Singles, Senioren, Jungerwachsene - losgelöst ihres Geschlechts, der Orientierung und der religiösen Zugehörigkeit.
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Demgemäß begleite ich gerne und kompetent jedes Thema, dass Menschen mir anvertrauen, die gesetzlich geregelte Schweigepflicht ist mir oberstes Gebot in der Zusammenarbeit. Sei es eine zu diagnostizierende psychische Erkrankung, ein Beziehungsproblem, eine Leistungsthematik oder ein zu geringer Selbstwert, Schüchternheit, Erschöpfung oder Migräne – die wissenschaftliche Psychologie und Psychotherapie haben oft logische und gut fundierte Hilfestellungen erarbeitet, deren Wirksamkeit unstrittig ist.
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Oftmals belasten uns einfach nur die Lebensaufgaben und in Folge machen sie uns krank. Akuthilfe im Sinne der verhaltenstherapeutischen Psychoedukation oder die Persönlichkeit beeinflussende Gesprächspsychotherapie – beides und vieles mehr mag ich anbieten.
Mein therapeutisches Selbstverständnis
Auf Augenhöhe
Während meiner Ausbildung habe ich die Arbeiten des Medizinethikers Giovanni Maio kennen und schätzen gelernt. Er fordert die Behandelnden des Gesundheitssystems berechtigterweise auf, die Patienten auf Augenhöhe zu begegnen. In einem erweiterten Sinne sollten alle Fachrichtungen aus Medizin und Psychologie der seelischen Erkrankung den gleichen Stellenwert einräumen, so wie den körperlichen Erkrankungen. Besonders auch, weil Ärzte oft wegen psychischen Erkrankungen konsultiert werden. Sie hören zu, beraten und verschreiben Psychopharmaka. Eine stützende therapeutische Begleitung fehlt oftmals.
IIn einer Gesellschaft jedoch, die mehr und mehr auskühlt, ist daher das Ankommen und Angenommensein der Patienten auf Augenhöhe von elementarer Wichtigkeit für ihren Genesungsprozess. Ich habe mir dieses Anliegen zu eigen gemacht. Ich mag verantwortungsvoll mit meinen Klienten und Patienten sein, und nur auf Augenhöhe – vorurteilsfrei, empathisch und engagiert.
Die Not fühlen
Wir leben in einer argumentierenden Welt, in der wir entweder für alles oder für nichts Verständnis haben. Angela Merkel, die Altbundeskanzlerin, sprach in diesem Zusammenhang von einem postfaktischen Zeitalter. Nicht gute Argumente bestimmen die Zeit, sondern Geschwindigkeit und Fake. Das Fühlen, wie wir miteinander umgehen, ist abhanden gekommen. Wir fachen uns selbst zu Effektivität und Effizienz an. Generosität und Empathie bleiben auf der Strecke. Dieser gesellschaftlicher Zusammenhang hat sich in mir verfestigt und ist zu meinem Credo geworden:Patienten mögen nicht erkrankt sein, es verstößt ja gegen die Normen der Leistungsfähigkeit. Andererseits benötigen sie Hilfe auf Augenhöhe im Alltag, auf ihrem direkten Lebensweg. Ich habe selbst erfahren: Das Leben macht uns Menschen krank und die Menschen machen einander krank – unbewusst zwar, oder auch bewusst – aus Vorteilsnahme. Das Einfühlen erlernen im therapeutischen Miteinander ist der Lösungsansatz. Und die Ressource „Fühlen“ ist unserem Gehirn mitgegeben, wir müssen nur wagen.
Das Entfalten
Während meiner klinischen Bildungszeit bin ich über eine wiederkehrende Aussage des Dozenten verwundert gewesen: „… Über alle Lebenssituationen hinweg bestimmt die psychopathologische Erfahrung eines Menschen unmerklich dessen Alltag …“ Was bedeutet dieser Satz? Eine seelisch erlittene (psychopathologische) Erkrankung beeinflusst unmerklich den Alltag der betroffenen Person. Sie ist erkennbar im Verhalten, Denken, Sprache und der Emotion. Beobachtbar wird sie durch den Umgang mit anderen Menschen: Familienmitgliedern, Freunden, Kollegen oder im zufälligen Kontakt. Das seelisch verletzte Gehirn verweigert neue Lebenserfahrungen, aus Sorge weitere Verletzungen könnten entstehen. Zwingend versucht es den Alltagszustand zu erhalten: die gleichen Streits und Missverständnisse. Das Gehirn beschreitet den sogenannte Königsweg zwischen Leiden und der Verweigerung neuer Erfahrungen. Eine Gesundung durch eigenes Reflektieren ist nur graduell möglich, das Gehirn vermittelt uns den Eindruck, der Alltag sei eben so das optimale Leben. Dieser Satz des Dozenten hat mich durchdrungen. Heute beobachte ich den Alltag mit anderen Augen: Sind meine alltäglichen Geschehnisse und Argumente wirklich meine freie und gewollte Entscheidung?“ Wieviel Innehalten gestehe ich mir zu, um eine unverstellte und unverletzte Antwort zu erhalten? In meinem therapeutischen Setting, bestehend aus Empathie, Engagement und Echtheit, biete ich behutsam an, den durch psychopathologische Erhaltung beeinflussten Alltag in einen offenen Alltag der Entfaltung zu wandeln – angstfrei im Leben und im Miteinander!
Psychologie
Neben Medizin, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik erweist sich die wissenschaftliche Psychologie als ein sehr wichtiger und verlässlicher Baustein in der therapeutischen und beratenden Arbeit – nicht zuletzt, weil weltweit 173 Staaten Forschung zur Psychologie betreiben, mit über 70 Fachdisziplinen. Eine gewaltige Erfahrung über menschliches Verhalten entsteht, tagein, tagaus. Die Klinische Psychologie hat eine besondere Schnittstelle zur Psychotherapie, viele andere Fachdisziplinen der Psychologie forschen zu kleineren oder größeren Lebensmotiven. Diese Konstrukte sind schwer zu erfassen und abzugrenzen, aber exakt diese Forschungsergebnisse beeinflussen unseren Alltag positiv. Konstrukte wie Warten, Schlendern, Einsamkeit, Lernen, Bindung, Introversion, Zuhören, Natur, Intelligenz, Entspannung, Leben, Tiere, Aufgaben – das Wissen über diese Konstrukte befähigt uns Menschen ein deutlich entspannteres Leben zu führen. Sie sind von praktischer Bedeutung, ihre Anwendung und Wirkung auf uns Menschen wird in Therapie und Seminaren aktiv angeboten. Einsamkeit beispielsweise kann uns sehr belasten und krank machen, das richtige Maß an Achtsamkeit uns selbst gegenüber, beugt Einsamkeit vor. Schwere Gedanken, Misserfolg führen zur Einsamkeit, ohne das ein objektiver Grund vorhanden sein muss. Eine Vielzahl von psychologischen Konstrukten verhelfen, neben Therapie und Beratung, zu einem wirklich gesunden und entspannten Leben. Ich habe mir über die Jahre der Ausbildung und Praxis einen prall gefüllten Koffer mit diesen Konstrukten erarbeitet, gerne biete ich diese Helfer an.
Hilfsmittel
Unterstützend zum Heilpraktischen und Beratenden nutze ich eine Vielzahl an wirksamen Hilfsmitteln. Sie haben unterschiedliche, aber doch wichtige Aufgaben. Die von diesen Techniken ausgehenden Erkenntnisse überraschen zumeist. Die Ergebnisse entsprechen oftmals nicht der subjektiv gefühlten Meinung über einen leidenden Zustand. Neue, wichtige Erkenntnisse und Wahrnehmungen entstehen und werden zu tragfähigen Bausteinen in Beratung oder Therapie. Biofeedback kann beispielsweise innere Vorgänge aufdecken, abschwächen oder entspannen. Diese Anwendungen ersetzen jedoch keinen Therapeuten oder gar die Therapie. Sie bleiben Hilfsmittel, in der Verantwortung des Therapeuten – Hilfe und Mittel zum Zweck!
Seminare
Die angebotenen Seminare und Klausuren bedürfen keiner Vorkenntnisse, sie adaptieren sich an den Teilnehmenden und deren individuellen Bedürfnissen.
Der Fokus der Seminare liegt bei einer intensiven und fundierten Wissens- und Erfahrungsvermittlung, bei einer Gruppengröße von sechs bis maximal acht Personen. Die Kleingruppe ermöglicht die persönlichen Anliegen aller Interessierten einzubinden und gleichzeitig die Erfahrung zu machen, im Thema nicht alleine zu sein. Inhaltlich sind alle Seminare auf dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Psychologie, der Medizin sowie Psychiatrie. Sie bestehen aus einer guten Mischung von Theorie, Übung, Wiederholung – Humor!
